Warum trennen wir uns eigentlich so schnell von Menschen, die wir einmal geliebt haben – behalten aber Jobs, die wir hassen?

2016 wurden laut Statistik zwei von fünf Ehen geschieden. Gute Gründe dafür gibt es sicher viele. Was mich nachdenklich stimmt, ist jedoch etwas ganz anderes!

Wenn ich mit Menschen über ihre Ziele, Träume, Wünsche, Sehnsüchte oder Leidenschaften spreche, wissen fast alle sehr genau, was sie nicht wollen! Still wird es erst, wenn ich frage: „Okay, und was ist es, was du in deinem Leben wirklich willst?“

Viele Menschen mögen zum Beispiel ihre Jobs nicht. Sie hassen es, zu wenig Geld zu haben oder keine Anerkennung zu bekommen. Vielleicht mögen Sie  ihre Kollegen nicht oder haben keine Lust auf stressigen Berufsverkehr. Jeden Morgen und jeden Abend von einem Ort zum anderen pendeln ist ganz bestimmt nicht das, was man als entspannte Freizeit bezeichnen würde.

Das Problem? Die meisten Menschen machen einfach weiter – und bleiben bei ihrem Job.

Wochen, Monate, Jahre und manchmal ein ganzes Leben lang!

Warum trennen wir uns so schnell von Menschen, die wir einmal geliebt haben – behalten aber Jobs, die wir hassen?

Trauen wir uns nicht?
Trauen wir uns nicht mehr?
Haben wir aufgehört zu träumen?
Oder haben wir einfach aufgehört an uns selbst zu glauben?

Ist es so, dass wir uns zwar leicht einen perfekten Partner wünschen, aber nicht die Eier haben in den Spiegel zu schauen und die eigenen Baustellen einmal richtig anzugehen?

Warum können wir von perfekten Partnern träumen, aber nicht von einem Beruf, der perfekt ist? Einem Beruf, der uns erfüllt und wirklich glücklich macht?

Wie gesagt: Es gibt sicher viele gute Gründe, eine Partnerschaft zu beenden. Ich weiß auch, dass das oft keine leichte Entscheidung ist. Wenn die Liebe geht, dann wird es schwer.

Aber wenn wir nicht mehr träumen, dann wird es unmöglich. Dann leidet die Liebe; auch die Liebe zu uns selbst.

Von dir selbst kannst du dich nicht scheiden lassen.

Von deinem Job schon.